Silber für Svenja Jungo (SUI)

by Mario

Ringen / Weltmeisterschaft der Kadetten vom 19.-25.7.2021 in Budapest (HUN) 
Svenja Jungo (SUI) holt WM-Silber 


Budapest – Im Schatten der Olympischen Spiele, die am vergangenen Donnerstag eröffnet wurden, laufen die Weltmeisterschaften der Kadetten im Ringen weiter, die vom 19. bis 25. Juli in Budapest (HUN) ausgetragen werden.Im weiblichen Bereich hatten vor allem die Schweizer Grund zum Jubel, denn Svenja Jungo ( 49 kg) holte nach Bronze bei den Europameisterschaften in Samokov (BUL) nun WM-Silber. Im Finale unterlag die Ringerin aus der Schweiz gegen Mariia Yefremova (UKR), die sich nach dem EM-Titel nun Gold bei den Weltmeisterschaften sicherte. 

Auf dem Weg ins Finale warf Svenja Jungo die Italienerin Fabiana Rinella im Achtelfinale durch einen Schultersieg aus dem Rennen, im Viertelfinale bezwang sie Delia Vouculescu (ROU) mit einem knappen 2:2-Punktsieg, bedingt durch die höhere Punktwertung. Im Halbfinale setzte sich Svenja Jungo mit 8:6 gegen US-Girl Audrey Jimenez durch und stand damit im Finalduell gegen die überragende Ukrainerin Yefremova. WM-Silber am Ende für eine überragende Turnierleistung der jungen Schweizerin.Und fast wäre den Ringerinnen aus der Schweiz noch ein zweiter Coup gelungen, denn Annatina Lippuner (53 kg) gewann ihr Achtelfinalduell gegen die Schwedin Johanna Meggerle noch vor Ablauf der vierminütigen Kampfzeit mit 13:2 durch technische Überlegenheit und legte im Viertelfinale gleich noch einen Schultersieg gegen Kriszta Kafai (ROU) nach. Im Halbfinale wurde der Sturmlauf der Ringerin aus der Schweiz von der Europameisterin Natalia Khramenkova (RUS) mit 6:11 Punkten gestoppt. Der Faden war gerissen, auch das kleine Finale um Bronze ging gegen Alina Filipovych (UKR) verloren, Platz 5 damit für die kampfstarke Annatina Lippuner. 


Im gleichen Limit wie die Schweizer Ringerin Svenja Jungo kämpfte sich die Österreicherin Sarah Lins, nach einem Achtelfinalsieg über die Griechin Evdora Papdopoulou und einer Niederlage, die sie im Viertelfinale gegen Audrey Jimenez (USA) quittieren musste, auf einen achtbaren 8. Platz. Emilia Hartmann (61 kg) verlor in der Qualifikation gegen Korina Blades (USA) und schied aus, da das US-Girl das Finale nicht erreichte. 


Nachdem die deutschen Freistilringer ohne einen einzigen Sieg zurück nach Hause fuhren, waren auch die Kadettinnen um Bundestrainer Christoph Ewald nicht mit Fortune im Bunde und blieben in teilweise sehr starken Teilnehmerfeldern sieglos.Martha Frank (46 kg), die bei den diesjährigen Europameisterschaften in Samokov noch Silber gewann, unterlag im Auftaktduell in einer Neuauflage des EM-Finals gegen Europameisterin Millena Vinogradova (RUS) mit 2:12 Punkten. Doch auch die russische Ringerin fand nur eine Runde später in Aida Alzhanova (KAZ) ihre Meisterin und verpasste damit ein mögliches Finale. Damit konnte Martha Frank auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen.


Auch für Naemi Leistner (53 kg) kam das WM-Aus gleich nach dem ersten Duell, dass gegen die frischgebackene Vize-Europameisterin Tuba Demir (TUR) mit 2:3 Punkten nur knapp verloren ging.Luna Rothenberger (61 kg) trat im Achtelfinale gegen Steluta Subtirica (ROU) an. Dieses Duell ging mit 5:10 Punkten an die Rumänin, die wiederum ihr Viertelfinalduell verlor. Damit konnte auch Luna Rothenberger nicht mehr über die Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen. Auch im schwersten Limit bis 73 Kilo gab es für Sidney Bogun nichts zu holen. Die deutsche Ringerin, die wie Luna Rothenberger wegen einer Coronainfektion nicht an der Europameisterschaft in Samokov teilnehmen konnte, traf im Viertelfinale gleich auf die  Europameisterin Maria Akulnicheva (RUS), von der sie beim Stand von 1:8 auf beide Schultern gedrückt wurde.

Hatte man im deutschen Lager gehofft, dass die russische Ringerin das Finale erreicht, doch Maria Akulnicheva unterlag im Halbfinale gegen Priya (IND) klar mit 0:9. Damit war auch für Sidney Bogun der Weg über die Hoffnungsrunde versperrt. 
Das letzte Drittel der Kadetten-Weltmeisterschaft von Budapest gehört den Griechisch-Römisch-Ringern, die dann am Sonntagabend den Schlusspunkt hinter diese Titelkämpfe setzen, wenn dass der Blick der Ringerfamilie endgültig nach Tokio geht. 


Auto: Jörg Richter
Fotos: UWW/Martin Gabor und Kadir Caliskan

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