U23 EM Tag 7

by Mario

Ringen / Europameisterschaften der Altersklasse U-23, vom 17. bis 23. Mai 2021 in Skopje (MKD) - 7. Kampftag


Idris Ibaev holt in Skopje zweites Edelmetall für den DRB / Markus Ragginger war für den ÖRSV erfolgreich

Skopje - Ab Schlusstag der U-23-Europameisterschaft in Skopje (Nordmazedonien) stand mit Idris Ibaev (72 kg) noch einmal ein Ringer aus der Griechisch-Römisch-Auswahl des Deutschen Ringer- Bundes im kleinen Finale um EM-Bronze. Gegen Martun Badalian (BLR) gelang ihm ein 4:0-Punktsieg, der dem Deutschen Ringer-Bund die zweite Medaille dieser U-23-Europameisterschaft einbrachte.Ibaev hatte am Vortag gleich seinen Auftaktkampf gegen Andrii Kulyk (UKR) mit 1:5 Punkten verloren, doch der Ukrainer kämpfte sich bis in das Finale uns so konnte der DRB-Ringer in der Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen. Idris Ibaev bezwang den Ungarn Oliver Kajtan mit 4:0 Punkten und zog damit in den Kampf um EM-Bronze ein.


Ausgeschieden ist hingegen Patrick Neumaier (97 kg), der seinen zweiten Hoffnungsrundenkampf gegen Marcus Ragginger (AUT) mit 2:3 verlor. Zuvor hatte sich der junge Ringer aus Südbaden, der 2019 bei den Junioren mit EM- und WM-Bronze gleich zwei internationale Meisterschaftsmedaillen einfuhr, im ersten Hoffnungsrundenduell gegen den Kroaten Filip Smetko mit 4:0 Punkten durchgesetzt.In der Vorrunde gewann Patrick Neumaier am Samstag in der Qualifikation gegen Damian von Euw mit 2:0, unterlag dann allerdings dem späteren Finalisten Giorgi Katsanashvili mit 1:5.


Die deutschen Griechisch-Römisch-Spezialisten schließen damit die Titelkämpfe von Skopje mit einmal Bronze durch Idris Ibaev und einem fünften Platz ab, den Schwergewichtler Franz Richter am 6. Kampftag erkämpfte, wobei Richter im kleinen Finale mit 4:5 nur knapp am Ungarn Dariusz Vitek scheiterte..Zum Beginn der Titelkämpfe schafften es die Freistilringer trotz großem Kampfgeist nicht auf das Siegerpodium, während die Frauen durch Eyleen Sewina (65 kg) am 5. Kampftag eine Bronzemedaille verbuchen konnten. 


Nach langer Zeit ohne Wettkampfpraxis waren diese Europameisterschaften der U-23 eine erste Standortbestimmung für die Generation Olympia 2024 in Paris. Die gestellten Ziele haben die deutschen Ringer und Ringerinnen nicht ganz erreicht, aber auch die Enttäuschung dürfte sich in Grenzen halten. Die Erkenntnis: es gibt noch viel zu tun, um mit den nachrückenden Athleten in die, von den Osteuropäern dominierte Spitze vordringen zu können. 


Feiern konnten die österreichischen Ringer am letzten Kampftag der Europameisterschaft, wo Halbschwergewichtler Markus Ragginger (97 kg) im kleinen Finale um Bronze antrat und den Tschechen Ondrej Dadak bezwang. Dieser spannende Vergleich endete mit 1:1, der Griechisch-Römisch-Spezialist vom A.C. Wals ging bedingt durch die zuletzt vergebene Wertung als Sieger hervor. In der Vorrunde gewann Ragginger zunächst gegen Luca Svaicari (ITA) mit 7:2 Punkten, verlor dann jedoch den Viertelfinalkampf gegen den späteren Vize-Europameister Giorgi Katsanashvili GEO) mit 2:6 Punkten. Der Georgier zog ins Finale ein und machte so den Weg für Markus Ragginger in die Hoffnungsrunde frei, wo er den DRB-Ringer Patrick Neumaier mit 3:2 Punkten aus dem Rennen warf. Im kleinen Finale dann ein von Taktik geprägter Kampf gegen Dadak, bei dem der Österreicher nach Silbermedaillen bei der Junioren-EM 2018 in Rom (ITA) und der Junioren-WM des gleichen Jahres in Trnava, aber auch nach nur knapp verpasstem Edelmetall bei der EM der Männer 2021 in Warschau (POL) nun die Bronzemedaille bei der U-23-EM in Skopje erkämpfte.

Autor: Jörg Richter

Foto: Kadir Caliskan

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