WM-Silber für DRB-Schwergewichtler Nikita Ovsjanikov

by Mario

Ringen / Weltmeisterschaft der Kadetten vom 19. bis 25. Juli 2021 in Budapest (HUN) 

Budapest – Die Weltmeisterschaften der Kadetten sind beendet, die Generation der Olympischen Spiele in Brisbane (AUS) 2032 hat ihre Visitenkarte abgegeben. Einige Nationen wießen wie schon in den vergangenen Jahren ihre gute Nachwuchsarbeit nach. Im Freistil siegte Indien in der Mannschaftswertung, vor den USA, Russland und dem Iran. Im weiblichen Bereich drehte sich das Blatt zugunsten der US-Girls, die vor Indien die Nationenwertung gewannen. Russland und die Türkei folgten auf den Rängen drei und vier. 


Griechisch-Römisch-Spezialisten setzten Schlusspunkt bei der Kadetten-WM 


Nachdem die Schweiz bei den jungen Damen über Silber durch Svenja Jungo und einen 5. Platz, den Annatina Luppiner erzielte jubeln konnte, kamen im letzten Drittel der Titelkämpfe auch die deutschen Ringer im griechisch-römsichen Stil zu Medaillenehren. Schwergewichtler Nikita Ovsjanikov (110 kg) katapultierte sich bis ins Finale und gewann am Ende die Silbermedaille. Den Kampf um den Weltmeistertitel verlor Ovsjanikov gegen den russischen Ringer Daniil Chasovnikov in einer Neuauflage des EM-Finals vor einigen Wochen, mit 0:9 Punkten, noch vor Ablauf der vierminütigen Kampfzeit.


Auf den Weg ins Finale bezwang der Schützling von DRB-Bundestrainer Maik Bullmann zunächst James Mullen III (USA) mit 7:2 Punkten im Achtelfinale. Eine Runde später warf Ovsjanikov Lyova Sargsyan (ARM) mit einem 8:5-Punktsieg aus dem Rennen und im Halbfinale setzte sich der DRB-Ringer gegen Artur Boichuk (UKR) mit 11:0, durch technische Überlegenheit durch. Im Finale war Nikita Ovsjanikov zwar chancenlos, dennoch kann sich der deutsche Ringer nach grandioser Turnierleistung über WM-Silber freuen.
Im gleichen Limit bis 110 Kilo trat der Österreicher Leonhard Junger an. Der ÖRSV-Schwergewichtler bot Lyova Sargsyan (ARM) einen großen Kampf, der allerdings mit 1:4 Punkten an den Armenier ging. Da Sargsyan das Finale verfehlte, konnte Leonhard Junger auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde erneut ins Kampfgeschehen eingreifen.


Einen kurzen Auftritt hatte der Schweizer Fritz Reber (65 kg) in Budapest, der gegen Artur Jeremejev  (EST) mit 0:9 Punkten unterlag und ausschied, da der Este das Finale verfehlte. Bis an die Medaillenränge heran kämpfte sich DRB-Ringer Eugen Schell, der im Achtelfinale Krasimir Kostov (BUL) mit 6:2 Punkten aus dem Rennen warf. Eine Runde später dann das vorläufige Aus für Schell, der gegen den Kirgisen Razzak Beishekeev mit 2:6 den Kürzeren zog. Der starke Kirgise zog ins Finale ein und ebnete damit den Weg für Eugen Schell in die Hoffnungsrunde. Dort musste der DRB-Ringer erneut eine Niederlage quittieren, gegen Bagdat Sabaz (KGZ) verlor Schell mit 1:5 Punkten und schied damit endgültig aus dem Turnierverlauf aus. 
Die Mannschaftswertung im griechisch-römischen Stil war fest in europäischer Hand, hier gewann Georgien den Pokal vor der Ukraine und Russland. Kyrgistan, Iran und Aserbaidschan folgten auf den Rängen vier bis sechs. Der Blick der Ringer geht nun endgültig nach Tokio, wo am 1. August die Wettkämpfe der Ringer starten.

Autor: Jörg Richter

Foto: United World Wrestling

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