Zusammenfassung weibliche Jugend

by Mario

Ringen / Kadetten Europameisterschaften in Samokov (BUL) 14 – 20. Juni

Samokov - Der Mittelteil der Kadetten-Europameisterschaft im bulgarischen Samokov gehörte den jungen Damen. 

Im Vorfeld der Titelkämpfe gab es im deutschen Lager einige Absagen, denn gleich mehrere Ringerinnen hatten sich bei der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung in Heidelberg das Coronavirus eingefangen und konnten die Reise nach Samokov gar nicht erst antreten. 

Doch jene Mädchen aus der DRB-Riege, die am Ende in Bulgarien auf der EM-Matte standen, viele davon erstmals bei einer internationalen Meisterschaft, kämpften verbissen um jeden Punkt. 

Im Limit bis 43 Kilo gelang Martha Frank vom ASV Mainz 88 der Sprung auf das Silbertreppchen. Im Finale unterlag die DRB-Ringerin gegen Millena Vinagradova (RUS). Tags zuvor hatte Martha Frank ihren Viertelfinalkampf gegen Eda Ersoy (TUR) durch Schultersieg gewonnen, im Halbfinale setzte sich die Ringerin aus Mainz gegen die Lokalmatadorin Krasimira Dimitrova (BUL) vorzeitig mit 11:0 (technische Überlegenheit) durch. 

Im Finalduell dann die Schulterniederlage gegen die russische Ringerin, die alle Kämpfe vorzeitig durch Schulter-, oder Überlegenheitserfolg gewonnen hatte. Doch auf dem Podium wich der Schmerz über die Finalniederlage schnell der Freude über EM-Silber. 

Zweimal knapp an Bronze vorbei schlitterten Leonie Wolf (49 kg) und Oliwia Makuch (53 kg), die am Ende mit 5. Rängen nach Deutschland zurückkehrten. Mit einem Sieg über Mariam Grigalashvili startete Leonie Wolf in das Turnier, wurde im Viertelfinale jedoch von Sevim Akbas (TUR) auf beide Schultern gedrückt. Die Türkin erreichte das Finale und so kämpfte Leonie Wolf in der Hoffnungsrunde weiter, wo sie Maeliss Rousselet (FRA) beim Stand von 6:2-Punkten auf beide Schultern drückte. Damit zog die DRB-Kadettin ins kleine Finale um Bronze ein. Gegen Svenja Jungo (SUI) musste sie allerdings eine 1:6-Niederlage einstecken. 

Auch Oliwia Makuch verlor den Kampf um Platz drei, noch in der ersten Runde wurde die junge DRB-Ringerin von der Weißrussin Volhar Hardzei auf beide Schultern gedrückt. Auf dem Weg ins kleine Finale bezwang Oliwia Makuch zunächst die Moldawierin Lina Nita mit 5:2 Punkten, unterlag dann aber im Viertelfinale Natalie Khramenkova (RUS) vorzeitig mit 0:10 Punkten. Die russische Ringerin setzte sich im Halbfinale durch, stand damit im Finale, Oliwia Makuch hingegen in der Hoffnungsrunde, wo sie am Folgetag Ludmilla Richterova (CZE) bezwang und damit ins kleine Finale einzog. 

Auch Vanja Perez (65 kg) scheiterte knapp an Edelmetall, im kleinen Finale unterlag die Ringerin aus der DRB-Riege um Bundestrainer Christoph Ewald gegen Aliaksandra Zhuk (BLR) nur hauchdünn mit 3:4. Nach der ersten Runde lag Vanja Perez mit 2:4 zurück, die 2. Runde brachte der DRB-Ringerin nur einen Punkt zum 3:4-Anschluss.

Vanja Perez startete mit einem 6:3-Sieg gegen Petra Aahlen (SWE) ins Turnier und behielt auch im Viertelfinale gegen Barbara Sere (ROU) mit 4:1 die Oberhand. Den Halbfinalkampf verlor sie gegen Daria Konstantynova (UKR) mit 0:6, die Ukrainerin zog ins Finale ein, die deutsche Ringerin in den Kampf um Bronze. 

Cassidy Richter (69 kg) startete mit einer 4:6-Niederlage gegen Karolina Jaworska (POL) in das Turnier. Da die Polin das Finale erreichte, stand Cassidy Richter aufgrund der günstigen Konstellation bereits im kleine Finale um Bronze. Auch dieser Kampf ging gegen Noemi Nagy (HUN) mit 0:4 verloren, Platz 5 damit auch für Cassidy Richter. 

Einmal Silber und vier fünfte Plätze, so die Ausbeute der jungen DRB-Damen in Samokov. 

Die Griechisch-Römisch-Spezialisten setzen am Wochenende des Schlusspunkt hinter die Titelkämpfe und auch hier erhofft sich der Deutsche Ringer- Bund einiges von den jungen Nachwuchsathleten, die in Bulgarien von Bundestrainer Maik Bullmann betreut werden.

Jörg Richter
Fotos: UWW

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